Mit Frank Fahner
Wer ich bin, wie ich Gesundheit vermittle und warum ich überzeugt bin, dass gutes Gesundheitswissen Menschen unabhängiger machen sollte.
Gesundheit begleitet mich beruflich seit vielen Jahren. Dabei hat sich meine Sicht darauf immer weiterentwickelt.
Früher stand naturgemäß stärker die körperliche Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt: Bewegung, Kraft, Mobilität und Training. Mit zunehmender Erfahrung wurde jedoch immer deutlicher, dass Gesundheit nicht aus einzelnen Maßnahmen entsteht.
Wie wir uns bewegen, was wir essen, wie wir schlafen, mit Belastungen umgehen, regenerieren und welche Entscheidungen wir im Alltag treffen, hängt miteinander zusammen.
Deshalb interessiert mich heute nicht nur, was Menschen für ihre Gesundheit tun. Mich interessiert vor allem, ob sie verstehen, warum etwas für sie relevant sein könnte.
Gesundheit war für mich nie nur ein Trainingsplan.
Über viele Jahre habe ich Menschen individuell begleitet – mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, Berufen, Belastungen und persönlichen Zielen.
In meiner eigenen Lounge ging es deshalb nie darum, jemanden möglichst schnell durch ein vorgegebenes Programm zu führen.
Am Anfang stand immer der Mensch.
Wie bewegt er sich?
Wie sieht sein Alltag aus?
Welche Belastungen gibt es?
Was funktioniert bereits gut?
Wo bestehen Einschränkungen?
Was möchte dieser Mensch überhaupt erreichen?
Training war dabei ein wichtiges Werkzeug. Aber eben nur eines.
Anamnese, Bewegungsqualität, körperliche Leistungsfähigkeit, Ernährung, Regeneration und langfristige Umsetzbarkeit gehörten für mich immer zusammen.
Mit den Jahren wurde mir dabei etwas besonders wichtig:
Menschen brauchen nicht immer mehr Anweisungen. Sie brauchen ein besseres Verständnis für ihre eigene Gesundheit.
Erklären statt vorschreiben.
Ich habe auch früher niemandem gesagt, dass er keinen Alkohol mehr trinken darf, niemals eine kurze Nacht haben sollte oder bestimmte Lebensmittel grundsätzlich vom Speiseplan streichen muss.
Das entspricht nicht meiner Vorstellung von Gesundheitsarbeit.
Mich interessiert vielmehr:
Was passiert im Körper?
Was bedeutet Alkohol beispielsweise für Schlaf und Regeneration?
Welche Auswirkungen kann dauerhaft zu wenig Schlaf haben?
Warum verändert sich Muskelmasse mit zunehmendem Alter?
Welche Rolle spielen Protein, Bewegung oder Stress?
Wenn wir solche Zusammenhänge verstehen, entsteht eine völlig andere Grundlage für Entscheidungen.
Dann musst du etwas nicht tun, weil ich es dir sage.
Du kannst selbst überlegen:
Wie relevant ist diese Information für mich?
Welche Konsequenz möchte ich daraus ziehen?
Und was passt zu meinem Leben?
Genau diese Selbstständigkeit ist für mich ein wesentlicher Teil guter Gesundheitsarbeit.
Ich möchte, dass du mich irgendwann weniger brauchst.
Das klingt vielleicht ungewöhnlich für jemanden, der als Mentor arbeitet.
Aber für mich ist es ein wichtiges Ziel.
Eine gute Zusammenarbeit sollte nicht dazu führen, dass du für jede gesundheitliche Entscheidung dauerhaft jemanden fragen musst.
Im Gegenteil.
Du solltest deinen Körper zunehmend besser verstehen, Informationen einordnen können, deine persönlichen Prioritäten kennen und immer sicherer darin werden, selbst gute Entscheidungen zu treffen.
Für mich ist Wissen deshalb kein Mittel, um Abhängigkeit zu schaffen. Es soll Unabhängigkeit ermöglichen.
Das gilt während einer Zusammenarbeit genauso wie für die Zeit danach.
Fachwissen ist die Grundlage. Entscheidend ist, was daraus wird.
Meine fachliche Grundlage bilden unter anderem meine Ausbildungen zum Master Personal Trainer, medizinischen Therapietrainer und Functional Trainer sowie zahlreiche Weiterbildungen in den Bereichen Bewegung, Prävention, Gesundheit und Ernährung.
Doch Qualifikationen allein machen noch keine gute Gesundheitsbegleitung.
Entscheidend ist für mich, wissenschaftliche Erkenntnisse verstehen und einordnen zu können – und sie anschließend so zu vermitteln, dass sie für einen Menschen praktisch relevant werden.
Dabei gehört für mich auch dazu, Unsicherheit auszuhalten.
Nicht jede Studie liefert eine endgültige Antwort. Nicht jeder neue Longevity-Trend ist automatisch relevant. Und was für einen Menschen sinnvoll sein kann, muss für den nächsten nicht dieselbe Bedeutung haben.
Wissenschaftlich fundiert zu arbeiten bedeutet für mich deshalb nicht, auf jede Frage eine einfache Antwort zu haben. Es bedeutet, Wissen sorgfältig einzuordnen und verständlich zu vermitteln.
Gesundheit soll dein Leben ermöglichen – nicht bestimmen.
Bei aller Beschäftigung mit Gesundheit darf eines nicht verloren gehen:
das Leben selbst.
Gesundheit ist für mich kein Selbstzweck.
Es geht nicht darum, jeden Wert zu optimieren, jeden Tag perfekt zu essen, jedes Training durchzuführen oder das eigene Leben permanent um Gesundheit herum zu organisieren.
Es darf ein Glas Wein geben. Eine kurze Nacht. Einen Urlaub ohne Trainingsplan. Einen Abend, an dem Genuss wichtiger ist als Optimierung.
Entscheidend ist nicht die einzelne Ausnahme.
Entscheidend ist das große Ganze und die Fähigkeit, immer wieder zum eigenen Kurs zurückzufinden.
Gesundheit soll Freiheit ermöglichen – nicht neue Regeln schaffen, die diese Freiheit wieder einschränken.
Warum das Segeln meine Sicht auf Gesundheit noch einmal verändert hat.
Heute lebe ich selbst einen großen Teil des Jahres an Bord und bin als Fahrtensegler unterwegs.
Dadurch sind viele gesundheitliche Zusammenhänge für mich noch greifbarer geworden.
An Bord zeigt sich sehr unmittelbar, was Gleichgewicht, Kraft, Beweglichkeit, Konzentration, Schlaf, Regeneration und Entscheidungsfähigkeit bedeuten können.
Gesundheit ist dort nicht abstrakt.
Sie entscheidet mit darüber, wie sicher wir uns bewegen, wie belastbar wir sind und wie selbstständig wir unseren Alltag gestalten können.
Doch die zugrunde liegende Frage betrifft nicht nur Segler:
Welche körperlichen und geistigen Fähigkeiten möchtest du dir erhalten, damit du dein Leben auch in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren möglichst selbstbestimmt führen kannst?
Für mich liegt genau darin der eigentliche Sinn von Longevity.
Nicht möglichst viele Lebensjahre zu sammeln.
Sondern möglichst viele dieser Jahre so zu erleben, dass wir das tun können, was uns wichtig ist.
Was du von mir erwarten kannst.
Wenn du meine Artikel liest oder mit mir zusammenarbeitest, wirst du von mir keine perfekten Gesundheitspläne und keine Liste mit Verboten bekommen.
Du kannst erwarten, dass ich Zusammenhänge erkläre, Fragen stelle, wissenschaftliche Erkenntnisse einordne und gemeinsam mit dir danach schaue, was für deine persönliche Situation tatsächlich relevant sein könnte.
Ich werde dir auch sagen, wenn etwas wissenschaftlich nicht so eindeutig ist, wie es manchmal dargestellt wird.
Und ich werde nicht versuchen, aus jedem gesundheitlichen Thema sofort eine neue Baustelle zu machen.
Mein Anspruch ist, Komplexität verständlich zu machen, ohne sie künstlich zu vereinfachen.
Damit du am Ende nicht mehr Regeln kennst – sondern deine Gesundheit besser verstehst.
Wo möchtest du anfangen?
Wenn du zunächst herausfinden möchtest, wo du heute stehst, kannst du mit meiner Gesundheits-Standortbestimmung beginnen.
Wenn du tiefer in gesundheitliche Zusammenhänge einsteigen möchtest, findest du im Kurs Wissen meine Leitartikel und fachlichen Einordnungen.